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18. August 2026 · Relaunch

Website-Relaunch: Kosten, Ablauf und wann er sich lohnt

Ein Relaunch ist selten eine Design-Frage. Er lohnt sich, wenn die Seite auf dem Handy langsam ist, sich schlecht pflegen lässt oder seit Jahren keine Anfragen bringt — und er wird teuer, wenn niemand an die alten Adressen denkt.

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Die häufigste Frage vor einem Relaunch lautet: Was kostet das? Die zweite, meist wichtigere Frage lautet: Muss es überhaupt ein Relaunch sein? Dieser Beitrag beantwortet beide — und beschreibt den einen Fehler, der einen Relaunch von einem Fortschritt in einen Rückschritt verwandelt.

Was ein Website-Relaunch kostet

Für kleine und mittlere Unternehmen liegen die Kosten in derselben Größenordnung wie bei einer neuen Website, weil technisch auch dasselbe passiert: Struktur, Inhalte, Gestaltung und Umsetzung entstehen neu. Bei uns bedeutet das:

Festpreise und Laufzeiten für einen Website-Relaunch bei PixelPlan Webdesign
PaketPreisUmfangDauer
Standard1.250 €Bis 5 Seiten2–4 Wochen
Pro2.100 €Bis 10 Seiten + Blog4–6 Wochen
EnterpriseIndividuellShop, SonderfunktionenNach Absprache

Der Preis steht vor Projektstart im Angebot. Was ihn in der Praxis bewegt, ist selten das Design:

  • Seitenanzahl — der mit Abstand größte Hebel
  • Wie viele Inhalte übernommen statt neu geschrieben werden
  • Ob Funktionen dazukommen (Shop, Buchung, Mehrsprachigkeit)
  • Wie sauber die alte Seite technisch aufgebaut ist
  • Wie viele alte Adressen umgeleitet werden müssen

Vorsicht bei Angeboten, die nur einen Stundensatz nennen. Ein Stundensatz ist kein Preis, sondern eine Einladung zum Nachrechnen am Ende.

Wann sich ein Relaunch lohnt — und wann eine Überarbeitung reicht

Nicht jede unzufriedene Website braucht einen Neubau. Die ehrliche Trennlinie verläuft zwischen Optik und Substanz.

Eine Überarbeitung reicht meistens, wenn Struktur und Texte tragen und nur die Gestaltung veraltet wirkt. Farben, Typografie und Bilder lassen sich austauschen, ohne alles anzufassen — das ist deutlich günstiger und in wenigen Tagen erledigt.

Ein Relaunch ist die günstigere Variante, wenn eines davon zutrifft:

  • Die Seite ist auf dem Handy spürbar langsam oder bricht im Layout
  • Inhalte lassen sich nicht ohne Entwickler ändern
  • Das System ist veraltet und bekommt keine Sicherheitsupdates mehr
  • Die Seite bringt seit Jahren keine Anfragen, obwohl sie Besucher hat
  • Das Angebot hat sich verändert, die Seite beschreibt noch das alte

Der Test ist einfach: Wenn Sie jede einzelne Änderung teuer erkaufen müssen, zahlen Sie den Neubau ohnehin — nur in Raten und ohne das Ergebnis.

Der teuerste Fehler: die alten Adressen

Der mit Abstand häufigste Schaden bei einem Relaunch ist kein Design-Problem, sondern ein Adressproblem. Jede Unterseite hat eine URL, und Google hat sich diese URLs gemerkt. Wenn die neue Seite andere Adressen verwendet und niemand die alten weiterleitet, laufen alle vorhandenen Suchergebnisse und alle fremden Links ins Leere.

Das Ergebnis ist eine Website, die besser aussieht und schlechter gefunden wird — und der Verlust fällt oft erst Wochen später auf, wenn die Anfragen ausbleiben.

Zu verhindern ist das mit zwei Schritten, die vor dem ersten Entwurf passieren müssen: eine vollständige Liste aller bestehenden Adressen, und eine Zuordnung, welche alte Adresse künftig auf welche neue zeigt (technisch: eine 301-Weiterleitung). Wir haben genau diesen Prozess zuletzt an unserer eigenen Website durchlaufen, bevor wir sie neu gebaut haben.

Was Sie vor dem ersten Angebot zusammentragen sollten

Die Angebote, die Sie bekommen, sind nur so präzise wie die Angaben, auf denen sie beruhen. Wer mit diesen fünf Dingen ins Gespräch geht, bekommt vergleichbare Zahlen statt Spannen:

  • Wie viele Seiten die aktuelle Website hat — grob gezählt reicht
  • Welche Inhalte übernommen und welche neu geschrieben werden sollen
  • Welche Funktionen zwingend gebraucht werden und welche nur nett wären
  • Wer die Texte liefert und bis wann
  • Wer nach dem Launch Inhalte pflegt: Sie selbst oder die Agentur

Der letzte Punkt wird am häufigsten vergessen und verursacht die meisten Folgekosten. Wenn Sie Inhalte selbst pflegen wollen, muss das beim Bau berücksichtigt werden — nachträglich ist es aufwendiger als von Anfang an.

Fragen Sie außerdem ausdrücklich, wem die Website am Ende gehört und ob Sie alle Zugänge bekommen. Eine Website, die Sie nur mieten, ist eine andere Kalkulation als eine, die Ihnen gehört — beides kann legitim sein, aber Sie sollten wissen, was Sie kaufen.

Der Ablauf in fünf Schritten

  • Bestandsaufnahme: alle Seiten erfassen, messen, was funktioniert und was nicht
  • Weiterleitungsplan: jede alte Adresse bekommt ein neues Ziel
  • Struktur und Inhalte: erst die Reihenfolge, dann die Texte, dann das Design
  • Umsetzung und Test: auf echten Geräten, über Mobilfunk, nicht nur im Büro-WLAN
  • Go-live und Kontrolle: Weiterleitungen prüfen, Sitemap einreichen, Sichtbarkeit beobachten

Realistisch dauert das 2–4 Wochen für eine kleine Seite und 4–6 Wochen für eine größere. Der Zeitplan hängt weniger an der Technik als daran, wie schnell Inhalte und Freigaben zusammenkommen.

Was ein Relaunch nicht leistet

Ein Relaunch verbessert Ladezeit, Struktur, Pflegbarkeit und die technischen Grundlagen für Suchmaschinen. Er ist kein Platzierungsversprechen — wer Ihnen Platz 1 zusagt, verkauft etwas, das niemand liefern kann. Was messbar besser wird, sehen Sie in der Google Search Console, und dorthin sollten Sie in jedem Fall Zugang haben.

Und er ersetzt kein gepflegtes Google-Unternehmensprofil. Bei lokalen Anbietern entscheidet sich ein großer Teil der Anfragen im Kartenausschnitt, bevor jemand die Website überhaupt öffnet.

Häufige Fragen zum Website-Relaunch

Nur, wenn die alten Adressen nicht weitergeleitet werden. Mit einer vollständigen Liste aller bestehenden URLs und einer 301-Weiterleitung je Adresse bleibt die aufgebaute Sichtbarkeit erhalten. Ein kurzer Rückgang in den ersten Wochen ist normal, weil Suchmaschinen die neue Struktur erst erfassen; was nach vier Wochen nicht zurückkommt, deutet auf fehlende Weiterleitungen hin.

2–4 Wochen für eine Seite bis fünf Unterseiten, 4–6 Wochen für größere Projekte. Der Zeitplan hängt weniger an der Technik als daran, wie schnell Inhalte und Freigaben von Ihrer Seite kommen.

In der Regel ja. Texte und Bilder lassen sich übernehmen, sofern sie inhaltlich noch stimmen. Ob sich das lohnt, entscheidet sich pro Seite: Inhalte, die seit Jahren keine Besucher haben, sind beim Relaunch der richtige Moment zum Aussortieren.

Ein Redesign tauscht die Optik, während Struktur und Inhalte bleiben. Ein Relaunch baut die Seite technisch und inhaltlich neu auf. Wenn Struktur und Texte tragen und nur die Gestaltung veraltet wirkt, reicht meist das Redesign — und ist deutlich günstiger.

Nein. Die neue Seite entsteht parallel auf einer Testadresse; die alte bleibt bis zur Umschaltung erreichbar. Der Wechsel selbst dauert Minuten und wird auf eine Zeit gelegt, in der wenig los ist.

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