PixelPlan

21. August 2026 · Local SEO

Google-Unternehmensprofil erstellen: Schritt für Schritt

Das Google-Unternehmensprofil anzulegen dauert eine halbe Stunde, es richtig auszufüllen einen Nachmittag. Diese Anleitung geht jedes Feld durch — mit dem einen Feld, an dem die meisten scheitern, und dem Fehler, der zur Sperrung führt.

Google-Unternehmensprofil erstellen: Schritt für SchrittLocal SEO

Das Google-Unternehmensprofil ist der Eintrag, der neben den Suchergebnissen und in Google Maps erscheint: Name, Öffnungszeiten, Route, Anrufen-Button. Für ein lokales Unternehmen ist es die erste Seite, die ein Interessent von Ihnen sieht — oft noch bevor er auf die Website klickt, häufig ohne dass er je darauf klickt.

Zuerst das Unangenehme: Das Profil bringt oft mehr als die Website

Wir bauen Websites und verkaufen Websites. Trotzdem gehört dieser Satz an den Anfang: Bei vielen lokalen Betrieben entstehen mehr Anfragen über das Google-Profil als über die eigene Website — und das Profil kostet nichts. Wenn Sie diese Woche nur eine Stunde für Ihre Sichtbarkeit haben, stecken Sie sie in das Profil, nicht in ein neues Design.

Der Grund ist banal: Wer „Dachdecker in der Nähe“ sucht, bekommt zuerst eine Karte mit drei Betrieben. Wer dort nicht auftaucht, existiert für diese Suche nicht, egal wie gut die Website ist. Und wer dort auftaucht, wird direkt aus dem Suchergebnis heraus angerufen, ohne Umweg.

Wir sagen das aus eigener Anschauung. PixelPlan betreibt ein bestätigtes Profil für den Standort Offenbach am Main und hat beim eigenen Relaunch im August 2026 jeden Schritt dieser Anleitung noch einmal selbst durchlaufen. Zahlen aus unserem eigenen Profil nennen wir hier bewusst nicht — sie sagen über Ihr Gewerbe und Ihre Region nichts aus.

Schritt 1: Profil anlegen — oder ein vorhandenes beanspruchen

Google legt für viele Unternehmen automatisch einen Eintrag an, aus Kartendaten, Verzeichnissen und Nutzerhinweisen. Suchen Sie deshalb zuerst nach Ihrem Firmennamen zusammen mit dem Ort. Gibt es bereits einen Eintrag, beanspruchen Sie ihn über „Inhaber dieses Unternehmens?“, statt ein zweites anzulegen.

Ein Doppeleintrag ist der teuerste Fehler dieses Schritts. Zwei Profile für dasselbe Unternehmen teilen alle Signale auf zwei Karten auf, konkurrieren miteinander und müssen später mühsam zusammengeführt werden. Fünf Minuten Suchen vorher ersparen Ihnen Wochen Korrespondenz nachher.

  1. Mit dem Google-Konto anmelden, das dauerhaft dem Unternehmen gehört — nicht mit dem Privatkonto eines Mitarbeiters.
  2. Nach Firmenname plus Ort suchen und prüfen, ob bereits ein Eintrag existiert.
  3. Vorhandenen Eintrag beanspruchen oder ein neues Profil anlegen.
  4. Hauptkategorie wählen (Schritt 3 — nehmen Sie sich dafür wirklich Zeit).
  5. Adresse eintragen oder ein Dienstleistungsgebiet festlegen.
  6. Telefonnummer und Website-Adresse ergänzen.
  7. Bestätigung starten und danach nichts mehr ändern, bis sie durch ist.

Zum ersten Punkt: Legen Sie das Profil auf ein Konto, das dem Unternehmen gehört und dessen Zugangsdaten die Inhaberin oder der Inhaber kennt. Wechselt sonst der Mitarbeiter, wechselt der Zugang zu Ihrem wichtigsten Eintrag mit. Weitere Personen fügen Sie anschließend als Inhaber oder Verwalter hinzu — dafür ist die Rollenverwaltung da.

Schritt 2: Die Bestätigung — Postkarte, Video oder Telefon

Ohne Bestätigung bleibt das Profil eingeschränkt und wird schlechter ausgespielt. Welches Verfahren Ihnen angeboten wird, entscheidet Google anhand von Kategorie, Land und Ihren Angaben. Sie können es nicht frei wählen, und es ändert sich gelegentlich.

  • Postkarte an die eingetragene Adresse, mit einem Code zum Eintippen
  • Videoaufnahme, die den Standort, die Beschilderung, die Ausstattung und Sie als berechtigte Person zeigt
  • Videoanruf, bei dem dasselbe live abgefragt wird
  • Telefon oder E-Mail — nur bei bestimmten Kategorien und Konstellationen
  • Sofortbestätigung, wenn die Domain bereits in der Google Search Console bestätigt ist

Praktische Punkte, an denen Bestätigungen tatsächlich scheitern: Der Firmenname muss am Briefkasten stehen, sonst kommt die Karte zurück. Ändern Sie während des laufenden Verfahrens weder Name noch Adresse noch Kategorie — das setzt den Vorgang zurück. Und fordern Sie den Code nicht mehrfach parallel an; jede neue Anforderung entwertet die vorherige.

Für die Videobestätigung lohnt sich Vorbereitung, weil sie in einem Zug und ohne Schnitt aufgenommen wird. Ein brauchbarer Ablauf: Straßenschild und Hausnummer, dann der Eingang, dann hinein, dann Ihre Arbeitsmittel oder Ihr Warenlager, zum Schluss Sie selbst mit etwas, das Zugriff belegt — Schlüssel, Kasse, Geschäftsunterlagen. Ein Video, das nur einen Schreibtisch zeigt, wird abgelehnt.

Schritt 3: Die Hauptkategorie — das wichtigste Feld im ganzen Profil

Wenn Sie ein einziges Feld sorgfältig ausfüllen, dann dieses. Die Hauptkategorie bestimmt maßgeblich mit, für welche Suchanfragen Sie in den Kartenergebnissen überhaupt in Frage kommen. Ein unpassendes Wort an dieser Stelle kostet mehr Sichtbarkeit als jede Gestaltungsfrage auf Ihrer Website — und genau hier wählen die meisten falsch.

Der typische Fehler ist die zu allgemeine Kategorie: „Bauunternehmen“ statt „Dachdecker“, „Beratung“ statt „Steuerberater“, „Geschäft“ statt „Bäckerei“. Allgemein klingt sicherer, weil es mehr abdeckt. In der Karte passiert das Gegenteil — die spezifische Kategorie gewinnt die spezifische Suche, und spezifisch sucht fast jeder.

So finden Sie die richtige, ohne zu raten: Suchen Sie die Anfrage, für die Sie gefunden werden wollen, und öffnen Sie die Profile der Betriebe, die im Kartenblock oben stehen. Deren Kategorie steht sichtbar unter dem Namen. Taucht dieselbe Kategorie bei mehreren der oberen Treffer auf, ist das mit hoher Wahrscheinlichkeit Ihre.

  • Genau eine Hauptkategorie, so spezifisch wie es sachlich richtig bleibt
  • Zusatzkategorien nur für Leistungen, die Sie tatsächlich erbringen
  • Nicht alles eintragen, was entfernt passt — das verwässert das Profil
  • Kategorien sind vorgegeben; frei formulieren können Sie sie nicht
  • Was die Liste nicht hergibt, gehört in die Leistungen, nicht in den Firmennamen

Die Hauptkategorie später zu wechseln, kann die Sichtbarkeit spürbar bewegen — in beide Richtungen. Prüfen Sie sie also einmal gründlich und experimentieren Sie danach nicht wöchentlich damit herum.

Schritt 4: Name, Adresse, Telefon — überall identisch

NAP steht für Name, Adresse, Telefonnummer. Google gleicht diese drei Angaben zwischen Ihrem Profil, Ihrer Website und Verzeichnissen ab. Je einheitlicher sie sind, desto klarer ist die Zuordnung. Widersprechen sie sich, muss Google entscheiden, welche Version stimmt — und diese Entscheidung sollten Sie nicht anderen überlassen.

Der Firmenname im Profil ist Ihr echter Firmenname. „Müller Elektro — Elektriker Offenbach & Notdienst 24/7“ verstößt gegen die Richtlinien, bringt kurzfristig manchmal etwas und wird zuverlässig gemeldet, meistens von Wettbewerbern. Ihre Leistungen und Ihr Ort gehören in die Kategorien, die Leistungen und die Beschreibung.

Legen Sie eine Schreibweise fest und ziehen Sie sie überall durch: Website, Impressum, Rechnungen, Branchenverzeichnisse, Social-Profile. Eine Telefonnummer, nicht drei — die zentrale Nummer, unter der Sie erreichbar sind, nicht eine Weiterleitungsnummer, die sonst nirgends steht. Ob Sie „069 1234567“ oder „+49 69 1234567“ schreiben, ist zweitrangig; dass es dieselbe Nummer ist, ist es nicht.

Haben Sie kein Ladengeschäft, das Kunden betreten, tragen Sie ein Dienstleistungsgebiet ein und blenden die Adresse aus. Das ist der ausdrücklich vorgesehene Weg für alle, die zum Kunden fahren. Google will Ihre Adresse im Bestätigungsverfahren trotzdem wissen — öffentlich sichtbar ist sie dann aber nicht.

Alle Felder auf einen Blick

Die Felder des Google-Unternehmensprofils, ihre jeweilige Wirkung und der Fehler, der beim Ausfüllen am häufigsten passiert.
FeldWarum es zähltHäufiger Fehler
HauptkategorieEntscheidet mit, für welche Suchanfragen Sie überhaupt in Frage kommenZu allgemein gewählt
ZusatzkategorienDecken weitere Leistungen ab, ohne die Hauptkategorie zu verdrängenAlles eingetragen, was entfernt passt
FirmennameMuss dem echten Namen entsprechenSuchbegriffe angehängt
Adresse oder GebietBestimmt, in welchem Umkreis Sie in der Karte erscheinenAdresse, die gar nicht genutzt wird
TelefonnummerWird direkt aus dem Suchergebnis heraus angerufenNummer, die sonst nirgends steht
Website-LinkFührt Klicks auf die Seite, die zur Suche passtImmer nur die Startseite verlinkt
ÖffnungszeitenSteuern den Hinweis „Jetzt geöffnet“ im SuchergebnisFeiertage nie gepflegt
LeistungenBeantworten im Profil, was Sie konkret machenLeer gelassen oder nur Schlagworte
BeschreibungDer Fließtext, den Interessenten überfliegenWerbefloskeln statt Klartext
FotosErste visuelle Prüfung, ob es Sie wirklich gibtNur Logo und Stockbilder
AttributeFilterbar in Maps, etwa barrierefreier Zugang oder ParkplatzNie durchgesehen
Fragen & AntwortenÖffentlich sichtbar, jeder darf dort antwortenUnbeaufsichtigt gelassen

Öffnungszeiten, Fotos und Attribute

Öffnungszeiten inklusive Feiertagen

Die Öffnungszeiten steuern den Hinweis „Jetzt geöffnet“ und damit, ob jemand sofort anruft oder weitersucht. Wichtiger als die regulären Zeiten sind die besonderen: Google fragt vor gesetzlichen Feiertagen nach, und wer diese Abfrage ignoriert, schickt Kunden vor eine verschlossene Tür. Tragen Sie Betriebsferien und Brückentage ebenfalls vorab ein — das ist die Art von Detail, die niemand lobt und deren Fehlen jeder bemerkt.

Fotos, die etwas zeigen

Logo und Titelbild sind das Minimum. Nützlicher sind Fotos, die zeigen, was jemand vorfindet: der Eingang mit Hausnummer, der Innenraum, Ihre Leute bei der Arbeit, fertige Arbeiten. Ein Handyfoto bei Tageslicht wirkt hier glaubwürdiger als ein gekauftes Motiv, das erkennbar aus einer Bilddatenbank stammt. Laden Sie nicht dreißig Bilder auf einmal hoch und danach ein Jahr lang nichts — verteilen Sie es.

Attribute im Bereich „Mehr“

Die Attribute finden Sie im Profil-Editor unter „Mehr“ beziehungsweise, je nach Ansicht, unter den weiteren Angaben. Dort stehen Punkte wie barrierefreier Zugang, Parkmöglichkeiten, Terminvereinbarung erforderlich, akzeptierte Zahlungsarten oder Angaben zur Inhaberschaft. Ein Teil davon ist in Google Maps filterbar — wer nach einem barrierefreien Betrieb filtert, sieht nur Profile, in denen das eingetragen ist. Welche Attribute angeboten werden, hängt von der Kategorie ab, deshalb gehen Sie die Liste einmal vollständig durch. Und tragen Sie nichts ein, was nicht stimmt: Attribute sind vor Ort überprüfbar.

Beiträge und der Bereich Fragen & Antworten

Beiträge sind kurze Meldungen mit Bild, Text und Link, die im Profil erscheinen. Sie veralten schnell und rutschen nach hinten, deshalb ist ein Beitrag alle paar Wochen wirksamer als eine Serie in der ersten Woche und danach Stille. Nutzen Sie sie für echte Anlässe: Betriebsferien, eine neue Leistung, ein abgeschlossenes Vorhaben, geänderte Zeiten.

Der Bereich Fragen & Antworten ist der am häufigsten übersehene Teil des Profils. Jeder darf dort Fragen stellen — und jeder darf sie beantworten, nicht nur Sie. Eine falsche Antwort einer fremden Person steht sonst monatelang öffentlich in Ihrem Profil, und Sie erfahren nichts davon, wenn Sie die Benachrichtigungen nicht eingeschaltet haben.

Sie dürfen dort auch selbst Fragen einstellen und beantworten. Nehmen Sie die fünf Fragen, die Sie am Telefon ohnehin ständig hören — Parken, Anfahrt, Kosten einer Erstberatung, Notdienst am Wochenende, Termin ohne Voranmeldung — und beantworten Sie sie kurz und wörtlich so, wie Sie es am Telefon täten.

Bewertungen sind der zweite große Hebel im Profil und ein Thema für sich: Wie man systematisch danach fragt, ohne aufdringlich zu werden, behandeln wir in einem eigenen Beitrag.

Danach: zwanzig Minuten im Monat

  • Öffnungszeiten und anstehende Feiertage prüfen
  • Neue Fragen im Bereich Fragen & Antworten beantworten
  • Ein bis zwei aktuelle Fotos hochladen
  • Einen Beitrag veröffentlichen, wenn es einen echten Anlass gibt
  • Änderungsvorschläge Dritter kontrollieren — Google übernimmt Hinweise von Nutzern, und die sind nicht immer richtig
  • Die Kennzahlen ansehen: Anrufe, Routenanfragen, Klicks auf die Website

Das Profil ersetzt keine Website, und die Website ersetzt kein Profil. Das Profil beantwortet die Frage „Gibt es die überhaupt, und wie erreiche ich sie?“ Die Website beantwortet „Sind die die Richtigen für mein Vorhaben?“ Wer beides pflegt, gewinnt lokal. Wer nur eines pflegen kann, fängt mit dem Profil an — es kostet nichts außer der Sorgfalt, die auf dieser Seite beschrieben ist.

Häufige Fragen zum Google-Unternehmensprofil

Nichts. Anlegen, Bestätigen und Pflegen sind kostenlos. Geld kostet nur Werbung über Google Ads, und die ist davon unabhängig. Wenn Sie jemand anruft und eine Gebühr für Ihren Eintrag oder eine „Verifizierung“ verlangt, ist das kein Angebot von Google.

Das hängt vom Verfahren ab: Der Postweg dauert am längsten, Video- und Telefonverfahren gehen schneller, werden aber ebenfalls geprüft. Planen Sie ein, dass es nicht am selben Tag erledigt ist. Ändern Sie in der Zwischenzeit nichts am Profil, sonst beginnt der Vorgang von vorn.

Nein. Betriebe ohne Kundenverkehr tragen ein Dienstleistungsgebiet ein und blenden die Adresse aus. Google verlangt im Bestätigungsverfahren trotzdem eine echte Adresse, veröffentlicht sie dann aber nicht. Das ist der vorgesehene Weg für Handwerk, Beratung und alles, was zum Kunden fährt.

Jeder Standort mit eigenem Personal und eigenen Öffnungszeiten braucht ein eigenes Profil. Verwalten lassen sich mehrere Profile gemeinsam in einer Unternehmensgruppe. Was nicht erlaubt ist: Profile für Orte anzulegen, an denen Sie nicht tatsächlich mit einem Standort tätig sind.

Nein, und meistens ist sie nicht die beste Wahl. Verlinken Sie die Seite, die zur Hauptkategorie passt — bei einem Dachdecker also die Leistungsseite zum Dach, nicht die allgemeine Startseite. Ein Klick, der direkt zur passenden Antwort führt, wird deutlich seltener wieder abgebrochen.

Die häufigsten Gründe sind: nicht bestätigt, zu allgemeine oder falsche Hauptkategorie, ein zweiter Doppeleintrag, oder Sie suchen selbst von außerhalb Ihres Gebiets — Kartenergebnisse hängen stark vom Standort des Suchenden ab. Garantien gibt es dabei nicht: Wer Ihnen Platz 1 in der Karte verspricht, sollte Sie misstrauisch machen.

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